Rosacea Cremes

Rosacea Cremes

Rosacea wird gerne als „Akne Rosacea“ bezeichnet, was zumeist nicht zutrifft: Es handelt sich um keine Akne-Erkrankung. Die Rosacea ist erblich bedingt, kommt jedoch eher zum Ausbruch, wenn zum Beispiel ein exzessiver Lebenswandel vorliegt. Dennoch ist die Bezeichnung der „Säufernase“ in den meisten Fällen nicht gerechtfertigt.

In der Regel versuchen Betroffene zunächst, die Erkrankung in Eigenregie und -medikation zu behandeln. Hierzu gibt es in Drogeriemärkten und auch bei Discountern eine Vielzahl von Cremes, Salben und Tinkturen, die sicher bei einem Sonnenbrand nützlich sein können. Bei einer ernsten Rosacea helfen sie indes nicht.

Wer einen schweren Verlauf der Krankheit erleben muss und vom Arzt in die Kategorie „Rosacea I“ oder noch höher eingestuft wird, erhält Cremes aus der Apotheke, die im freien Handel nicht erhältlich sind und eine ungleich größere Wirkung gegen die äußeren und inneren Auswirkungen dieser unangenehmen Erkrankung erzielen.
 

Worauf verzichtet werden sollte

Ein gesunder Lebenswandel ist hilfreich, um die Krankheit im Griff zu behalten: Betroffene sollten sich nicht zu lange ungeschützt in der Sonne aufhalten. Ein guter Sonnenschutz ist ein Muss. Männer sollten auf die Nassrasur verzichten, um zusätzliche Reizungen der Haut zu vermeiden. Die Ernährung sollte der Erkrankung angepasst werden: Wenig Fleisch, keine dunklen Saucen, Olivenöl statt Pflanzenöl. Wer viel Obst isst, tut seiner Haut einen Gefallen, wer viel Fleisch isst, tut dies nicht.
Auch Stressvermeidung scheint der Heilung förderlich zu sein.

Kortison ist ein Mittel, das gerne auch in frei verfügbaren Cremes und Salben enthalten ist. Das Mittel wirkt gegen Rosacea nicht und sollte daher unbedungt vermieden werden: Ein Medikament mit möglichen Nebenwirkungen, das die eigentliche Krankheit nicht beeinflusst, ist sicher nicht sinnvoll und darüber hinaus in der Regel relativ teuer.
 

Was bei Rosacea hilft

Neben einem gesunden Lebenswandel und der täglichen Reinigung der betroffenen Stellen mit lauwarmem Wasser können spezielle individuelle Cremes den Patientinnen und Patienten helfen. Wer an einer vom Dermatologen bestätigten Rosacea der Stufe I oder höher leidet, wird in der Regel eine auf die Schwere des Leidens zugeschnittene Creme erhalten, deren Kosten von den Krankenkassen übernommen wird.

Ein in den meisten verschreibungspflichtigen Cremes enthaltener Wirkstoff ist Metronidazol. Metronidazol dringt speziell bei Zimmertemperatur rasch in die Haut ein und wirkt dort den gesamten Tag, ohne äußerliche Fett- oder Cremespuren zu hinterlassen. Der Wirkstoff unterdrückt zudem das bei Rosacea sonst übliche Jucken und Brennen, so dass es den Patientinnen und Patienten möglich ist, ein vergleichsweise normales Leben führen zu können. Sichtbare Verbesserungen des Krankheitsbildes stärken zudem das Selbstvertrauen der Menschen, welche unter dieser schweren Krankheit leiden müssen.