Spider Naevi

Spider Naevi

Gefäßspinnen, wie die Spider Naevi umgangssprachlich bezeichnet werden, sind Gefäßerweiterungen, welche zusammen mit kleinen, roten Gefäßknötchen auftreten. In Fachkreisen nennt man diese auch „Spider Naevi“ oder aber Teleangiektasie. Bei den Spider Naevi handelt es sich jedoch um stecknadelkopfgroße Knötchen, welche spinnenartige Äderchen ziehen. Dies lässt die herkömmlichen Teleangiektasien wie Spinnenbeinchen aussehen. Daraus können später auch weitere Erkrankungen resultieren, vor allem wenn die Gefäßspinnen gehäuft auftreten. Zu finden sind sie häufig im Bereich des Kopfes, aber auch am Hals, an den Händen und am Brustkorb.
 

Aussehen der Spider Naevi

Für die Gefäßspinnen oder Spider Naevi gibt es auch eine ziemlich harmlose Bezeichnung. Oft werden sie Lebersternchen genannt. Allerdings kann hinter diesen gutartigen Gefäßanomalien auch eine ernsthafte Erkrankung stecken. Charakteristisch sind immer die sternförmig auseinanderlaufenden Arterien. So besteht die Gefäßerweiterung der Spider Naevi aus einem hellroten Gefäßknötchen, welches etwa die Größe einer halben Erbse hat. Direkt von der Mitte ausgehend, ziehen sich ganz feine, kleine und sehr dünne Gefäßausläufer nach außen. Die Ausläufer verblassen dabei, je weiter sie von dem Knoten entfernt sind. Leider sind die Spider Naevi sehr häufig im Gesicht und auch im Nacken zu finden. Anders als bei der Couperose oder der Rosacea, findet man die Gefäßspinnen auch auf den Händen und am Brustkorb. Alleine schon deshalb sind sie deutlich davon zu unterscheiden.
 

Ursachen für Gefäßspinnen

Gefäßspinnen treten leider auch bei gesunden Menschen auf, also ohne dass eine andere Hauterkrankung vorangeht oder es Hinweise auf irgendwelche organischen Ursachen gäbe. Soll heißen, dass so ziemlich jeder von den Spider Naevi heimgesucht werden kann. Wer also derartige Gebilde an sich entdeckt und diese über einen längeren Zeitraum beobachtet, der sollte seine Hautveränderungen einem Arzt vorstellen. Sie könnten unter Umstände ein wichtiges Merkmal für eine ernstzunehmende Krankheit sein.

Spider Naevi können bereits im Kindesalter auftreten, noch ein Merkmal, dass sie von der Couperose unterscheidet. Diese tritt meist erst im Erwachsenenalter auf, da sie eng mit schwachem Bindegewebe in Verbindung steht. So können sich die Gefäßspinnen über die Pubertät beispielsweise verschlechtern. Auch während einer Schwangerschaft oder durch die Anti-Baby-Pille können derartige Auswucherungen auftreten.

Ursächlich sind in vielen Fällen hormonelle Veränderungen, was das Auftreten während der Schwangerschaft erklären würde. Aber auch ein Missbrauch von Steroiden oder die Einnahme künstlicher Hormone könnte dazu führen, dass sich Gefäßknötchen bilden. Vor allem bei künstlichem Testosteron sind sie häufig zu beobachten, wobei hier nur das Absetzen dieser wirklich helfen kann. Leider kann es auch vorkommen, dass das sehr seltene CREST-Syndrom für die Entstehung der Gefäßspinnen verantwortlich ist. Dabei handelt es sich um eine Schädigung des Immunsystems, welches körpereigene Strukturen angreift. Leider ist auch eine Schädigung der Haut durch starke UV-Strahlung nicht ausgeschlossen und auch hier ist es nicht unwahrscheinlich, dass sich Gefäßspinnen bilden.
 

Spider Naevi als Symptom für Erkrankungen

Leider können die Spider Naevi auch ein Anzeichen dafür sein, dass bereits eine ernstzunehmende Krankheit vorliegt. So könnte sie als ein Symptom für eine Leberzirrhose gesehen werden, wie es sie häufig bei Menschen mit Alkoholproblemen gibt. Die Gefäßerweiterungen sind somit nur eine Folge des Alkoholmissbrauches, bzw. der Leberschädigung. Lebererkrankungen werden natürlich auch durch einen Arzt diagnostiziert. Treten neben den Spider Naevi auch gerötete Handinnenflächen, eine rot glänzende Zunge und ein Brennen der Schleimhäute im Mund auf, so könnte man an eine Leberzirrhose denken.

Neben der Leberzirrhose könnte auch eine chronische Hepatitis vorliegen. Weniger schwerwiegend wäre eine bestehende Schwangerschaft, eine Östrogentherapie oder schlicht und ergreifend die Pubertät. Wichtig zu wissen ist aber, dass die Spider Naevi auch bei völlig gesunden Menschen auftreten können. Es muss also keine schlimme Erkrankung oder ein bestimmter Umstand dahinterstehen.
 

Wie können Spider Naevi behandelt werden?

Generell aber handelt es sich bei den Spider Naevi um eine harmlose Geschichte und um ein kosmetisches Problem. In einigen Fällen verschwinden die Gefäßerweiterungen sogar wieder von alleine. Wer sich daran extrem stört, der sollte sich an einen Arzt wenden. Leider sind die Möglichkeiten auf erfolgreiche Behandlung begrenzt, zumal sie in diesen Fällen nicht von der Krankenkasse übernommen werden.

Dauerhafte Entfernungen sind nur operativ möglich, wobei dem Patienten zwei Verfahren zur Verfügung stehen. Entweder nutzt man einen Laser und verödet dank der Lichteinwirkung die Gefäße, oder aber man verschweißt die Ader mittels einer heißen Metallnadel. Beide Varianten können Narben hinterlassen. Für eine leichte Verbesserung hilft es aber schon, das Gefäßknötchen etwas zurückzudrücken.