Teleangiektasie

Teleangiektasien

Teleangiektasien sind ein altgriechischer Fachbegriff aus der Dermatologie. Generell handelt es sich um sichtbare Erweiterungen kleinster Blutgefäße unter der dünnen Hautschicht. Zu sehen sind sie meist im Kopfbereich, überwiegend im Gesicht und auch an den Händen. Nicht selten treten die unschönen Hautveränderungen bereits im Kindesalter auf, sind jedoch weder zu Beginn der Erkrankung, noch in späterem Verlauf gefährlich.
 

Was sind Teleangiektasien?

Ein Synonym der Teleangiektasien sind Besenreißer. Dabei handelt es sich genauer gesagt um erkennbare Hautkapillaren, welche permanent und dauerhaft auftreten. So kann sie das bloße Auge durchaus erkennen, wenn man genau hinsieht. Von weitem sieht man extreme Hautrötungen, die nicht abebben, sondern sich ausbreiten. Zu unterscheiden sind lineare oder sinusartige Teleangiektasien, einfach verzweigte, netzförmig verzweigte und punktförmige Teleangiektasien. Weiterhin gibt es auch noch die pulsierenden Gefäße, welche als „Spider Naevus“ in der Fachterminologie bezeichnet werden.

Ja, das Bild vom makellosen Hautbild kennen wir aus der Werbung und orientieren uns am Idealbild. Das dies jedoch nicht immer zutrifft, müssen manche Menschen leider täglich zu spüren bekommen. Teleangiektasien sind nämlich das genaue Gegenteil einer makellosen Haut. Gefäßerweiterungen im Gesicht können leider nicht einfach unter der Kleidung versteckt werden, so wie es bei Besenreißern an den Beinen der Fall ist. Da die Hautoberfläche sehr dünn ist, sieht man die erweiterten Blutgefäße ziemlich gut und schon mit bloßem Auge. Im Gesicht ist die Haut bekanntlich am dünnsten, weswegen man hier am meisten darauf stößt. Die Teleangiektasie im Gesicht nennt man übrigens Couperose, eine Vorstufe zur Rosacea.

Teleangiektasie bildet sich leider nicht mehr von alleine zurück, so genannte Teleangiektasien sind irreversibel, wobei sowohl Männer, als auch Frauen betroffen sind.
 

Diese Ursachen gibt es:

Die Ursachen für die Teleangiektasien sind sehr vielseitig und in einigen Fällen sogar genetisch bedingt. Zumindest geht man davon aus. Erbliche Vorbelastungen können, müssen aber nicht, ausschlaggebend sein. Teleangiektasie tritt üblicherweise im Erwachsenenalter auf, wenn das Bindegewebe an Spannung und Kraft verliert. Die Kapillaren unter der Haut haben dementsprechend keinen Halt mehr und werden sichtbar.

Übermäßiger Alkoholkonsum, Tabak oder Leberzirrhosen können in vielen Fällen die Teleangiektasien auslösen. Im weiteren Verlauf nennt man das Krankheitsbild dann Rosacea, es treten rote, knollige Stellen auf, Schmerzen sind üblich und die Lebensqualität leidet unter den Betroffenen. Auslösend können viele Ursachen sein, vor allem aber langes und exzessives Sonnenbaden, eine falsche Ernährung und viel Kaffee. Leider sind auch viele Menschen davon betroffen, die einem stressigen Alltag nachgehen und wenig Zeit für Entspannung besitzen. Stress in Kombination einer fehlerhaften Ernährung löst im Organismus irgendwann Beschwerden aus, eine von diesen können die Teleangiektasien sein.
 

Behandlung bei Teleangiektasien – diese Möglichkeiten haben Betroffene

Im Normalfall sind Teleangiektasien harmlos und nicht lebensgefährlich. Natürlich leiden Betroffene dennoch darunter, denn das Hautbild verändert sich ins Negative. Wer jedoch rechtzeitig Gefäßerweiterungen erkennt, der kann zeitnah einen Hautarzt aufsuchen und gegebenenfalls gegen weitere Symptome arbeiten. Wichtig ist natürlich die Ursachenfindung. Jede noch so gute Creme nutzt schließlich nichts, wenn das Problem im Alkoholismus zu finden ist.

Teleangiektasien können auch im Magen-Darm-Trakt vorkommen, wobei es sich dann nicht länger um eine harmlose Erkrankung handelt und auch kein kosmetisches Problem mehr darstellt. Nun steht der Patient vor dem Risiko, innere Blutungen zu erleiden. Dies ist jedoch nur sehr selten der Fall, sodass sich Betroffene, die Teleangiektasien im Gesicht feststellen, nicht zwingend Sorgen machen müssen. Die Behandlung gehört jedoch immer in medizinische Hände. Bei harmlosen Varianten besteht die Möglichkeit, durch intensive Lichtimpulse die Haut zu reparieren.

Durch intensive Wärmeeinstrahlung kann das Blut der Gefäße gerinnen und das Gefäß sinkt in die inneren Hautschichten zurück. Nun sind die Gefäße zwar noch vorhanden, aber nicht mehr sichtbar. Die Verbesserung der Haut wird direkt nach dieser Behandlung erkannt, das Verfahren ist in Fachkreisen unter der Bezeichnung ILP-2-Behandlung bekannt.

Darüber hinaus kann eine Mikrodermabrasion-Behandlung helfen. Hier werden abgestorbene Hautzellen entfernt, gleichzeitig neue Nährstoffe zugeführt. So wird der Erneuerungsprozess der Haut aktiviert. Die vorhandenen Blutschwämmchen und Besenreiser werden schließlich mit Licht entfernt. Die Behandlung durch den Laser ist leider relativ aggressiv und es können Narben zurückbleiben.
 

Teleangiektasien vorbeugen

Die beste Behandlung ist immer die, die gar nicht nötig wird, nämlich durch effektive Vorbeugung. Wer rechtzeitig Maßnahmen ergreift und vorbeugend auf seine Lebensangewohnheiten achtet, der hat gute Chancen, das Problem in den Griff zu bekommen. Allem voran steht eine gesunde Ernährung. Wenig Fett und Zucker, viel Bewegung an der frischen Luft und ein möglichst stressfreier Alltag.

Auch ist der Verzicht auf bestimmte Dinge hilfreich, gar nicht erst mit Teleangiektasien in Berührung zu kommen. So sollte man doch auf Nikotin und Alkohol verzichten, wenn bereits Teleangiektasien aufgetreten sind. Übermäßige Sonnenbäder und Solariumsbesuche sind ebenfalls nicht förderlich für eine Vermeidung der Hauterkrankung.

Leider kann es trotz aller vorbeugenden Maßnahmen manchmal nicht verhindert werden, dass sich Teleangiektasien bilden. Manchmal muss man die Ursache und Trigger tiefgründiger erforschen, sodass es auch auf eine Nahrungsmittelunverträglichkeit oder Allergie hinauslaufen kann. Oft sind es auch die psychischen Lebensumstände oder ein innerer Konflikt der Seele, weswegen sich äußere Warnsignale zeigen.